Kulturwerkstatt Unterbühl e.V.
Kinder und Jugendfarm & Reitverein Löwenherz
 
 
Sitz des Vereins
Kulturwerkstatt Unterbühl e.V.
Unterbühlhof
78337 Öhningen
 
Kontaktadresse
Sieglinde Müller
Unterbühlhof
78337 Öhningen
Tel:0176/63395511
E-Mail: kijufabo@gmail.com

 

www.loewen-herz.de

 

 
Konzeption zur Kinder- und Jugendfarmarbeit der Kulturwerkstatt Unterbühl e.V.
 
Der Hof
 
Der Unterbühlhof, ist ein biologisch dynamisch bewirtschafteter Hof im Landschaftsschutzgebiet am Südhang des Schienerbergs. Er befindet sich seit den 50er Jahren im Besitz der Familie Rasch. Die landwirtschaftliche Wirklichkeit ist auf der hinteren Höri dadurch gekennzeichnet, dass große Teile des Engagements gemeinnützigen Charakter haben. Dies ergibt sich aus der Erhaltung und Förderung der einzigartigen Landschaft mit artenreichem Grünland, Streuobstwiesen, Naturschutzgebieten, 24ar Biotopen und landschaftsprägenden Elementen wie Bächen und Feldgehölzen. Aus der Lage des Unterbühlhofes ergibt sich, auch durch die langjährige biologische Bewirtschaftung, die Bedeutung und Aufgabe für Naturschutz und Landschaftspflege und die Erfahrbarmachung ökologischer Zusammenhänge.
Der aktive landwirtschaftliche Bereich ist heute auf diese Gegebenheiten eingestellt, mit Mutterkuhhaltung (Hinterwälder), Streuobstwiesen, Heuhotel, eigenem Hofladen und einem Landschaftspflegebetrieb.
 
Der Verein
 
Der gemeinnützige Verein „ Kulturwerkstatt Unterbühl e.V. wurde 1995 gegründet. Die Mitglieder setzen sich seither auf dem Unterbühlhof für ein kulturelles, soziales, sowie umweltpädagogisches Leben ein.
Dies geschah durch Freizeiten, Betreuung, Praktika, Seminare, Vorträge, Jahreszeitenfeste, künstlerische und kulturelle Aktivitäten.
Die Kulturwerkstatt sieht ihre Aufgabe in der sozialtherapeutischen und pädagogischen Arbeit mit Kindern- und Jugendlichen. Die Förderung künstlerischer Aktivitäten im Bereich Malerei, Musik und Theater, sowie die praktische Umsetzung des Natur und Umweltschutzgedankens im Bildungsbereich gehören ebenfalls zum Aufgabenbereich des Vereins.
Ein ganzheitliches Wirken und eine enge Zusammenarbeit dieser Bereiche ist Sinn und Zweck der Kulturwerkstatt.
 
Gründung einer Kinder- und Jugendfarm auf dem Unterbühlhof
 
Die Idee zur Gründung einer Kinder- und Jugendfarm auf dem Unterbühlhof wird Wirklichkeit, weil uns der Platz für unsere Arbeit, dort zur Verfügung gestellt wurde.  Aus der Initiative und dem Engagement vieler Menschen, entstand das Projekt
„Kinder und Jugendfarm Löwenherz“ welches sich zum Ziel gesetzt hat, zusätzlich zum bestehenden Angebot, Möglichkeiten eines Spiel-, Erlebnis-, Entwicklungs- und Bildungsraumes für Kinder und Jugendliche auf der Höri zu schaffen.
 
Umwelt- Soziales-Sport und Kultur
 
Ganzheitliches Lernen, mit Kopf, Hand und Herz im Einklang mit der natürlichen Lebensgrundlage des Menschen, der Natur.
 
Zweck der Kinder und Jugendfarm Löwenherz ist:
 
Die Kinder und Jugendfarm Löwenherz bezweckt die Förderung der Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in enger Verbundenheit mit der Natur und unter besonderer Berücksichtigung des Umwelt-, Landschafts- und Tierschutzes, die Förderung der Integration durch grenzüberschreitenden Austausch, sowie die Integration von körperlich/geistig oder sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen.
Die Aktivitäten tragen zur seelisch-geistigen und körperlichen Ausgeglichenheit und Gesundheit bei und sind somit auch Prävention für Aggression und Gewalt.
 
Der Vereinszweck wird erreicht durch:
 
  • Nachmittagsbetreuung an 6 Tagen die Woche auf der Farm ganzjährig.
  • täglichem päd. Reitunterricht.
  • Päd. betreuter Abenteuer- und Aktivspielplatz mit Bauspielplatz
  • Selbstbewusstseinstraining für Mädchen.
  • Kinderbetreuung und Ferienmaßnahmen von Ostern bis Herbst.
  • Ganztagesbetreuung mit und ohne Übernachtung, zur Entlastung der Eltern in den Ferien.
  • Förderung und Planung von Lehrgängen, Fortbildungen und Praktika zur Berufsvorbereitung und innerhalb der Ausbildung für Jugendliche und junge Erwachsene.
  • Zusammenarbeit in Projekten mit Schulen, Kindergärten, anderen Vereinen und Einrichtungen.


 
Vermittelt werden soll der verantwortungsvolle Umgang mit Menschen, Tieren und Natur und allgemein das Leben in Gemeinschaft und das soziale Miteinander, unter gemeinsamer Toleranz.
Innerhalb der täglichen Nachmittagsbetreuung werden verschiedene Themenbereiche innerhalb des Farmgeschehens angeboten, welche jahreszeitabhängig sind und sich auch nach den Interessen der Kinder und Jugendlichen richten. Es gibt im Bereich der Landwirtschaft pädagogisch betreute Bildungsprojekte und täglichen reitpädagogischen Unterricht und Tierpflege.
Für viele erlebnis- und abenteuerreiche Stunden wird auch die Region sorgen, die durch den See und die traumhafte Landschaft viele Möglichkeiten für Ausflüge, Wanderritte, Sport ( Segeln, Surfen, Schwimmen, Picknick, Ski fahren, Schlittschuh fahren auf dem See, Schlitten fahren ect.) und vieles mehr bietet.
Während der Ferien werden vor allem berufstätige Eltern durch eine Tagesbetreuung für Kinder ab dem 6. Lebensjahr entlastet. Es gibt erlebnispädagogische Ferienmaßnahmen und Reiterferien mit und ohne Übernachtung.
Angeboten werden außerdem Projekttage und Zusammenarbeit mit Schulen.
 
Das pädagogische Konzept
 
Ein pädagogisch betreuter Spielplatz zur Verbesserung der Lebens- Entwicklungs-Bildungs- und Spielräume von Kindern und Jugendlichen
Angebote für Kinder im Schulalter
Einrichtung der offenen Kinder und Jugendarbeit
Beziehungsarbeit
Bildungsarbeit
Ganzheitliches Lernen mit Kopf Hand und Herz
Lebenspraktisches Lernen
Prävention von Gefährdungen
Integration
Toleranz
Gemeinschaftlichkeit durch gemeinsames Tun, gemeinsame Ziele und Ideen
Sozialkompetenz
Mitwirkung, Mitbestimmung, Eigenverwaltung, Verantwortung, Mündigkeit, Engagement, Identifizierung mit sich und der Umwelt, Selbstvertrauen
 
Ziele im Emotional-Kognitiven Bereich
 
Steigerung von Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit
Wahrnehmungsschulung und Stimulation aller Sinnesbereiche
Annehmen von Korrekturen
Eingestehen und Überwinden von Ängsten
Stärkung des Selbstwertgefühls, des Körperbewusstseins und des Vertrauens in die eigene Leistungsfähigkeit
Erhöhung der Frustrationstoleranz
Förderung der Sprachentwicklung


Ziele im Sozialen Bereich
Anerkennen und Einhalten gemeinsam erstellter Regeln und Grenzen
Eingliederung der Ich-Ansprüche in das Gruppengeschehen
Rücksichtnahme auf die eigene Person und andere Personen
Helfen und Hilfe annehmen
Aufbau von Verantwortungsbewusstsein
Aufbau von Beziehungen und Vertrauen zum Partner
Bewältigung von Kommunikations- und Beziehungsproblemen
Abbau aggressiver Verhaltensweisen
Aufbau von Freundschaften


Ziele im Motorischen Bereich
Lockerung und Aufbau von rhythmischen Bewegungen
Schulung der Fein- und Grobmotorik
Beherrschung von Gleichgewicht und Geschicklichkeit
Verbesserung von Haltungsschwächen bzw.-schäden
Entfaltung der inneren und äußeren Aufrichtung

 
Leben auf dem Bauernhof
 
Das Leben, Spielen und Arbeiten in der Natur ist die Grundlage für Naturverbundenheit und die Vorraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr- ganzheitliche Umweltbildung-  die Natur ist unsere Lebensgrundlage- wenn die Kinder unsere Zukunft sind, sollten sie das erfahren und erleben.
 
Tiere
 
  • Über die Tiere Zugang zum Platzgeschehen bekommen
  • Die täglichen Aufgaben sind unmittelbar nachvollziehbar, da sie sich aus den natürlichen Bedürfnissen der Natur und der Tiere ergeben.
  • Natur, Mensch, Jahreszeiten, Rhythmen, Lebensprozesse können im ganzheitlichen Zusammenhang erlebt werden
  • Soziales lernen beim gemeinschaftlichen Pflegen der Tiere, Teamwork
  • Selbstorganisation
  • Lernen für ein anderes Wesen Verantwortung zu übernehmen
  • Selbständiges Denken, Fühlen und Wollen
  • Durch das Interesse und die Liebe zu den Tieren die Natur kennen-, lieben- und achten lernen.
  • Selbstbewusstseinstraining durch den Kontakt zum Tier
 Lebensprozesse und Sinne
 
  • Bewegung, frische Luft, die Lebensprozesse und Sinne ( Schmecken,Tasten, Riechen, Sehen, Hören) werden stimuliert und sensibilisiert durch Laufen, Klettern, Springen, Balancieren ect.
  • Besseres Körperbewusstsein und Ausbildung der Motorik
  • Eine Schule der Sinne als Ergänzung zur Schule des Geistes
  • Bildungserlebnisse und Erfahrungen: wie hört sich das Knistern des Feuers an? Seine Wärme wie fühlt sie sich an? Der Geruch? Wie geht man mit Feuer um? Wie richt der Frühling? Wie heißen welche Pflanzen, wo wachsen sie, was ist giftig und wo findet man Kräuter? Welche Beeren kann ich essen und was kann ich wie daraus machen? Die Weichheit eines Tierfells, das Zwitschern der Vögel…
  • Ernten was man säht und den Wert erkennen durch die Erfahrung der Zusammenhänge ( vom vorbereiten des Bodens, über das Sähen, Pflegen bis zum Ernten) Wie fühlt sich Erde an und wie riecht sie?
  • Die Elemente, Feuer, Wasser, Luft und Erde kennenlernen
  • Die ökologischen Kreisläufe erleben, aus dem Erleben lernen
 
 
Soziales Lernen
 
·        Beziehungen zwischen Einzelnen und Gruppen
·        Kindern und Betreuern
·        Generationen und Kulturen
·        Integration
·        Offenheit
·        Wertschätzung und Respekt
·        Begegnung und gemeinsame Interessen lassen Unterschiede in den Hintergrund treten
·        Übungsfelder für gegenseitige Hilfe und soziale Verantwortung
·        Platz für Wünsche und Bedürfnisse
·        Angemessenes Austragen von Konflikten
·        Gemeinschaftsaktionen und Feste
·        Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen
·        Zusammenarbeit
 
Kreatives Gestalten
 
·        Kunst und Kultur
·        z.B. Malen, Theater, Musik, Basteln und vieles mehr
·        Theaterpädagogische Elemente
·        Sich selbst ausdrücken und darstellen lernen
·        Entwicklung und Umsetzung von eigenen Ideen
  
Zusammenarbeit, Trägerschaften und Finanzierungsmöglichkeiten
 
  • Zusammenarbeit und Austausch mit anderen Jugendfarmen, Aktivspielplätzen und sozialen Einrichtungen ( Diakonie Radolfzell, Pestalozzi Kinder-und Jugenddorf Wahlwies, Aventerra, Jugendpflege Singen, div. Kooperationen mit Schulen aus der Region)
  • Engagement von Bürger- und Elterninitiativen
  • Finanzielle Beteiligung der Eltern
  • Jugendhilfeausschuss, Anerkennung als gemeinnütziger Träger der freien Jugendhilfe nach § 75 KJHG,
  • Badischer Sportbund
  • Aktion Mensch, Arbeit mit Behinderten
  • Geld und Sachspenden
  • Mitgliederbeiträge des Vereins
  • Betreuung durch ausgebildete Pädagogen, oder andere mit der persönlichen Eignung
  • FSJ Stelle, Honorar- und Teilzeitkräfte, ehrenamtliche Helfer
  • Ausbildungsstelle für Praktikanten der verschiedenen sozialpädagogischen Berufe ( z.B. Mettnau Schule)
 
 
 
 
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